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Unternehmenspodcast planen: Vom Thema zur ersten Aufnahme

15. Oktober 2026 · von Dennis Grönig

Podcast-Set im Videostudio von Catacomb Studio mit zwei Sesseln, Mikrofonen, Kameras und Studiolicht

Ein Unternehmenspodcast braucht einen Grund, gehört zu werden. „Wir stellen unsere Firma vor“ reicht selten als Konzept für mehrere Folgen. Hilfreicher ist eine konkrete Frage deiner Kunden: Wie läuft ein Projekt ab? Welche Entscheidung wird häufig falsch eingeschätzt? Was verändert sich in deiner Branche? Daraus lässt sich ein Gespräch entwickeln, das auch ohne Werbeslogan nützlich ist.

Eine Zielgruppe, eine Frage, ein Gespräch

Lege vor der ersten Aufnahme fest, für wen die Folge gedacht ist. Ein Gespräch für potenzielle Mitarbeitende unterscheidet sich von einem Fachinterview für Bestandskunden. Schreibe einen Satz auf: „Nach dieser Folge soll unsere Zielgruppe besser verstehen, …“. Dieser Satz hilft beim Auswählen der Fragen und später beim Schnitt.

Für einen Einstieg ist ein moderiertes Interview oft übersichtlicher als eine große Runde. Eine Person führt durch das Thema, die andere bringt Beispiele mit. Plane Stichpunkte statt vollständig ausformulierter Antworten: Einstieg, drei Kernfragen und ein klarer Abschluss. Ein vertrauliches Kundenprojekt eignet sich nur, wenn die nötigen Freigaben vorliegen.

Audio-Podcast oder Video-Podcast?

Audio passt, wenn das Gespräch auch ohne Bilder funktioniert. Bei Video kommen Mimik, Produkte und Anschauungsmaterial dazu. Dafür müssen Bildausschnitt, Kleidung, Blickrichtung und Licht mitgedacht werden. Kurze Ausschnitte für Social Media funktionieren besser, wenn jede Antwort auch für sich verständlich ist. Eine nachträglich abgeschnittene Antwort ohne die ursprüngliche Frage bleibt oft unklar.

Im Podcast- und Livestream-Studio in Stein bei Nürnberg sind Audio- und Videoformate möglich. Bis zu vier Gäste plus Host können am Podcast-Tisch aufnehmen. Teile uns vorab die Personenzahl und das gewünschte Format mit, damit Mikrofonierung, Monitoring und Kameras dazu passen.

Was kostet die Studiozeit?

Die Podcast-Studiomiete startet bei 80 € pro Stunde. Zwei Stunden entsprechen bei diesem Stundensatz 160 € Raum- und Setup-Kosten. Das ist eine Rechenhilfe, kein vollständiges Produktionsangebot: Moderation, zusätzliche Betreuung, Schnitt und weitere Filmfassungen müssen zum konkreten Vorhaben passen und separat abgestimmt werden. Schnittpakete beginnen bei 60 € pro Episode; der tatsächliche Umfang wird vorab vereinbart.

Plane neben dem Gespräch Zeit für Ankommen, Einrichten, Tonprobe und Übergabe ein. Wenn die gebuchte Zeit vollständig mit der geplanten Gesprächsdauer ausgefüllt ist, fehlt dieser Puffer. Die notwendige Dauer hängt unter anderem von Personenzahl, Format und Erfahrung vor der Kamera ab.

Die Checkliste vor dem Termin

  • Thema, Zielgruppe und gewünschte Länge festlegen.
  • Namen und Rollen der Gesprächspartner abstimmen.
  • Audio, Video und mögliche Livestream-Ausgabe auswählen.
  • Benötigte Produkte, Präsentationen und Grafiken rechtzeitig bereitstellen.
  • Veröffentlichungsrechte für Personen, Musik und fremde Inhalte klären.
  • Eine Person für Rückmeldungen und die finale Freigabe bestimmen.
  • Gewünschte Dateien, Schnittumfang und Veröffentlichungsdatum schriftlich festhalten.

Was nach der Aufnahme passiert

Vor Veröffentlichung sollte eine verantwortliche Person die Folge auf sachliche Fehler und vertrauliche Informationen prüfen. Sammle Korrekturen mit Zeitmarken statt in mehreren Nachrichten. Ein Titel, eine kurze Zusammenfassung und weiterführende Links helfen dem Publikum, das Thema einzuordnen. Bei Video können Untertitel sinnvoll sein; Sprachversionen und zusätzliche Formate gehören ins Briefing.

Wer aus der Aufnahme regelmäßig Beiträge machen möchte, kann die Content-Produktion und Social-Media-Betreuung von AliveGroup anfragen. CATACOMB bietet den Aufnahmeort; der genaue Produktions- und Veröffentlichungsumfang wird bei einer Zusammenarbeit mit AliveGroup gesondert vereinbart.

Wann sich eine Serie lohnt

Starte mit einer inhaltlich klaren Pilotfolge, bevor du eine lange Serie planst. Prüfe Rückmeldungen aus der Zielgruppe und ob das Team genügend relevante Themen beitragen kann. Die Zahl der Aufrufe allein beantwortet nicht, ob das Format für deinen Vertrieb oder dein Recruiting hilfreich ist. Halte fest, welche Fragen oder Kontakte daraus entstehen, ohne einen einzelnen Erfolg zum Versprechen für jede Folge zu machen.

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